Reisegeier

Reiseinformationen

Tschad zur Gesamtübersicht

Lage

Zentralafrika.

Fläche

1.284.000 qkm.

Bevölkerungszahl

10.111.337 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

8 pro qkm.

Hauptstadt

N’Djaména. Einwohner: 776.126 (Schätzung 2009).

Sprache

Amtssprachen sind Französisch und Arabisch. Im Norden wird viel Arabisch gesprochen, im Süden Sara. Außerdem über 120 regionale Sprachen und Dialekte, die größten Stammesgruppen im Norden (überwiegend islamisch) sind die Nare-Araber, Toubou, Fulani, Haussa, Kanembou, Boulala und Wadai; im Süden (überwiegend christlich) die Baguirmi, Kotoko, Sara, Massa and Moundang.

Religion

Moslems (51 %), Christen (35 %, vorwiegend Katholiken) sowie 7 % Anhänger von Naturreligionen und 7 % andere.

Netzspannung

220/380 V, 50 Hz.

Regierungschef

Youssouf Saleh Abbas, seit April 2008.

Staatsoberhaupt

Idriss Déby, seit 1990.

Allgemeines

Staatsform

Präsidialrepublik seit 1960. Neue Verfassung seit 1996. Nationalversammlung mit 155 Mitgliedern. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).

Geographie

Der Tschad grenzt im Norden an Libyen, im Westen an Niger, Nigeria und Kamerun, im Süden an die Zentralafrikanische Republik und im Osten an den Sudan. Die landschaftliche Vielfalt reicht von äquatorialen Wäldern bis hin zu den trockensten Wüstengebieten der Erde. Der Tschad-See ist je nach Wasserstand zwischen 25.000 und 10.000 qkm groß. Die Flüsse Chari, Logone und Bahr Salamat im Süden des Landes sind oft ausgetrocknet. Das Tschad-Becken ist von Bergen und dem zentralafrikanischen Plateau umgeben. Im Osten steigt die kristalline Ovaddai-Bergkette bis auf 1500 m an. Im Nordosten erheben sich die rosafarbenen Höhen des Ennedi und im Norden die vulkanische Tibesti-Bergkette, die überwiegend aus kahlem Fels, Schluchten und Tälern besteht. Der Streit mit Libyen um den Aozou-Streifen im Norden des Landes wurde vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zugunsten des Tschad entschieden.

Ortszeit

MEZ. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Tschad.Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter 0 Std. und im Sommer -1 Std.

Kontaktadressen

Anmerkung

Österreich unterhält keine diplomatische Vertretung im Tschad, zuständig für Österreich ist die Botschaft in Abuja (s. Nigeria).

Direction de la Promotion Touristique

Direction de la Promotion Touristique BP 86, Palais du Gouvernement, TD-N’Djaména Tel: 52 44 16. Fax: 52 44 19.

Botschaft der Republik Tschad

Basteistraße 80, D-53173 BonnTel: (0228) 35 60 26. Fax: (0228) 35 58 87. Honorarkonsulate in Bad Breisig und Stuttgart.(auch für Österreich zuständig).Die Botschaft ist zurzeit geschlossen. Zuständig ist die tschadische Botschaft in Brüssel.

Honorarkonsulat der Republik Tschad

(mit Visumerteilung)Hauptplatz 10, A-3150 WilhelmsburgTel.: (02746) 27 74 12. Fax: (02746) 277 49.Mo-Fr 08.00-12.00 Uhr.

Botschaft der Republik Tschad

Rue Tronchin 14, CH-1202 GenfTel: (022) 340 59 20. Fax: (022) 774 25 27.E-Mail: mission.tchad@bluewin.ch

Botschaft der Republik Tschad

Chancellerie, Rue des Belles-Feuilles 65, F-75116 ParisTel: (+33) (01) 45 53 36 75. Fax: (+33) (01) 45 53 16 09.Mail: ambassadedutchadparis@wanadoo.frMo-Do 09.00-13.00 und 14.00-16.30 Uhr, Fr 09.00-13.00 Uhr. (auch für die Schweiz zuständig).

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

Av. Félix Eboué, B.P. 893, TD-N´Djamena. Tel.: (00235) 51 62 02. Fax: (00235) 51 48 00.E-Mail: allemagne@intnet.tdAnmerkung: Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Kamerun ist zugleich als Botschafter im Tschad akkreditiert. Keine Wahrnehmung von Rechts- und Konsularaufgaben - nur Nothilfe. Keine Erteilung von Visa.Die Botschaft ist zurzeit geschlossen.

Kooperationsbüro der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Coopération Suisse et Agence consulaire, Quartier Sabangali, B.P. 1102, TD-N’Djaména. Tel: (00235) 51 73 14. Fax: (02235) 51 74 16. E-Mail: ndjamena@sdc.net Das Kooperationsbüro liegt im Zuständigkeitsbereich der Botschaft in Abuja (s. Nigeria).

Reise- und Sicherheitsinformationen

Reisewarnung vom Auswärtigen Amt: Stand: 28.01.2009Aktueller HinweisIn den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus bzw. krimineller Übergriffe. Ausländer, gerade auch deutsche Staatsangehörige, sind einer schwer präzisierbaren bzw. vorhersehbaren Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend gesicherte Gebiete der Sahara und ihren Randbereichen dringend ab. Die länderspezifischen Sicherheitshinweise sollten sorgfältig beachtet werden.Landesspezifische SicherheitshinweiseVon Reisen nach Tschad wird derzeit dringend abgeraten.Das Auswärtige Amt fordert alle Deutschen in Tschad auf, Vorsicht walten zu lassen.Innenpolitische LageTrotz der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Tschad und Sudan am 9.11.2008 bleibt die Lage zwischen beiden Ländern angespannt. Die gemeinsame Grenze wurde geschlossen und der bilaterale Flugverkehr eingestellt. Mitte Juni kam es im Osten des Tschad zu erneuten Kampfhandlungen zwischen tschadischen Rebelleneinheiten und Regierungstruppen. Neue bewaffnete Auseinandersetzungen in der Grenzregion sind nach Ende der Regenzeit im Oktober nicht auszuschließen.Reisen im LandReisen im Land sind weiter mit erheblichen Risiken verbunden. Besonders gefährdet sind der Norden, Osten und Südosten des Landes. Im Tibesti-Gebirge gibt es ausgedehnte Minenfelder. Von Reisen in die Grenzregion zu Sudan wird dringend abgeraten. Es besteht landesweit ein hohes Risiko, auf Überlandfahrten Opfer von Gewaltkriminalität (insbesondere an von sog. „coupeurs de routes» errichteten Straßensperren) zu werden.Im September 2008 wurde im Südwesten Ägyptens eine touristische Reisegruppe entführt, der auch fünf Deutsche angehörten. Die Reisegruppe wurde von einer schwer bewaffneten, kriminellen Bande im Grenzgebiet von Ägypten, Sudan, Libyen und Tschad festgehalten. Ein vorhandener polizeilicher Schutz der Reisegruppe war wirkungslos. Weitere Vorfälle dieser Art können nicht ausgeschlossen werden. Von Reisen in diese entlegene Wüstenregion wird daher dringend abgeraten.Bei Unfällen mit Personenschäden muss mit Aggressionen gerechnet werden. Die Versorgung mit Kraftstoff ist nicht überall gewährleistet.Die deutsche Botschaft N’Djamena nimmt - außer Nothilfe für Deutsche im Ausland - keine Rechts- und Konsularaufgaben wahr und erteilt auch keine Visa. Hierfür ist die Deutsche Botschaft in Jaunde/Kamerun zuständig.

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