Reisegeier

Reiseinformationen

Somalia zur Gesamtübersicht

Lage

Ostafrika.

Fläche

637.657 qkm.

Bevölkerungszahl

9.558.666 (Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

15 pro qkm.

Hauptstadt

Mogadischu. Einwohner: 1.663.223 (Schätzung 2009).

Sprache

Amtssprache ist Somali. Arabisch wird ebenfalls gesprochen. Swahili wird besonders im Süden gesprochen, teilweise auch Englisch, Französisch und Italienisch.

Religion

100 % sunnitische Moslems.

Netzspannung

220 V, 50 Hz; nur in Hotels.

Regierungschef

Nur Hassan Hussein, seit 2007.

Staatsoberhaupt

Vorläufiger Präsident Sheikh Aden Madobe, seit 29. Dezember 2008.

Allgemeines

Staatsform

Republik seit 1979. Verfassung von 1979, letzte Änderung 1990, seit Ausbruch des Bürgerkriegs 1991 außer Kraft. Seit 2000 wird eine neue Verfassung ausgearbeitet. Seit 2000 Übergangsparlament mit 275 ernannten Mitgliedern. Unabhängig und vereint seit 1960 (ehemals Britisch- und Italienisch-Somaliland). Ausrufung der international nicht anerkannten unabhängigen Republik Somaliland 1991.

Geographie

Somalia grenzt im Norden an den Golf von Aden, im Süden und Westen an Kenia, im Westen an Äthiopien und im Nordwesten an Djibouti. Im Osten liegt der Indische Ozean. Somalia ist karg und trocken mit halbwüstenartigen Ebenen im Landesinneren, einer subtropischen südlichen Region und einer schmalen Küstenebene. Der Norden ist überwiegend gebirgig. Der Großteil des Landes besteht aus einem fast wasserlosen Plateau. Die Strände werden durch ein Korallenriff geschützt, das sich von Mogadischu bis zur kenianischen Grenze erstreckt und zu den längsten der Welt gehört.

Ortszeit

MEZ + 2. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Somalia.Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +2 Std. und im Sommer +1 Std.

Kontaktadressen

Anmerkung

Die Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland, Österreichs und der Schweiz sind z. Zt. geschlossen. Zuständig für Österreich ist die Botschaft in Addis Abeba (s. Äthiopien), für Deutschland und die Schweiz die Botschaften in Nairobi (s. Kenia).

Botschaft der Republik Somalia

Rue Dumont d’Urville 26, F-75116 ParisMo-Fr 09.30-13.00 Uhr und 14.30-17.00 Uhr.(auch für die Schweiz zuständig) Die Botschaft in Paris ist zurzeit geschlossen.Die Botschaften von Somalia in der Bundesrepublik Deutschland und in Österreich sind ebenfalls zurzeit geschlossen.

Vertretung Somalia

Permanent Mission of the Democratic Republic of SomaliaRue du Valais 9, CH-1202 GenèveTel: +41-22-731-54 50. Fax: +41-22-731 84 12.(auch für Österreich zuständig).

United Nations Somalia

Postanschrift: PO Box 28832, SO-NairobiTel: (02) 444 84 34 8. Fax: (02) 444 84 39.

Reise- und Sicherheitsinformationen

Reisewarnung vom Auswärtigen Amt: Stand: 15.01.2009ReisewarnungVor Reisen nach Somalia und in die Gewässer vor Somalia wird eindringlich gewarnt. Deutschen Staatsangehörigen wird dringend geraten, das Land zu verlassen. In ganz Somalia besteht für westliche Staatsangehörige ein sehr hohes Entführungsrisiko.Im gesamten Golf von Aden (auch innerhalb jemenitischer Küstengewässer), vor der Küste Somalias und in den angrenzenden Gewässern besteht ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen und Entführungen. Am 16.11.2008 wurde sogar Hunderte von Kilometern vor der kenianischen Küste ein großer Tanker von somalischen Piraten gekapert. Trotz wachsender internationaler Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie kann ein wirksamer Schutz bisher nicht gewährleistet werden. Es kommt weiterhin nahezu täglich zu Piratenangriffen, inzwischen mindestens zweimal auch auf große Kreuzfahrtschiffe. Aktuelle Informationen gewährt das IMB Piracy Reporting Centrewww.icc-ccs.orgReisende gehen ein sehr hohes Sicherheitsrisiko ein. Im Falle einer (sei es gesundheitlichen, sei es kriminalitätsbedingten) Notlage fehlen weitgehend funktionierende staatliche Stellen, die Hilfe leisten könnten.Die Deutsche Botschaft in Somalia ist geschlossen, die Gewährung konsularischen Schutzes ist nicht möglich. Zuständig ist die deutsche Botschaft in Nairobi/Kenia (Tel. 00254-20-4262100, Fax: 00254-20-4262129), Mail: info@nairobi.diplo.de).Die Sicherheitslage in Somalia ist sehr schlecht. Ausländische Staatsangehörige sind immer wieder Opfer von Entführungen und Mordanschlägen.Die Zahl der Selbstmordattentate nimmt zu. Hiervon ist nicht mehr nur der Süden (einschließlich Großraum Mogadischu) betroffen: Ende Oktober 2008 sind bei koordinierten Bombenanschlägen in Hargeisa (Somaliland) und Bossasso (Puntland) zahlreiche Menschen zu Tode gekommen.Besonders kritisch ist die Lage in Zentral- und Südsomalia, einschließlich Mogadischus und der beiden Shabelle-Regionen. Neben der Gefahr gezielter Mordanschläge auf Ausländer und Entführungen ist dort stets mit Anschlägen (ferngesteuerte Sprengsätze, Granatbeschuss u.ä.) und bewaffneten Auseinandersetzungen zu rechnen. Diese ziehen auch Unbeteiligte in großer Zahl in Mitleidenschaft.Auch in Puntland (im Nordosten Somalias) sowie im umstrittenen Grenzgebiet zwischen Puntland und Somaliland (im Nordwesten Somalias) muss mit extremer Unsicherheit gerechnet werden. Zudem ist es in bzw. von Puntland aus jüngst zu mehreren Entführungen westlicher Staatsangehöriger und zu zahlreichen Schiffskaperungen gekommen. Im Sommer 2008 wurden zwei deutsche Staatsangehörige im Golf von Aden von Piraten entführt und für sieben Wochen in das zwischen Somaliland und Puntland umstrittene Gebiet verschleppt. Kurz darauf kam es zu einer weiteren Entführung deutscher Staatsangehöriger.Reisen nach Somaliland sind ebenfalls gefährlich. Dies wurde Anfang 2008 durch die Entführung eines deutschen Staatsangehörigen in der zwischen Somaliland und Puntland umstrittenen Sanaag-Region und durch die Bombenanschläge vom 30.10.2008 erneut unterstrichen.Die Sicherheitslage in ganz Somalia (dies gilt auch für Somaliland!) ist zudem durch eine sehr hohe Allgemeinkriminalität gekennzeichnet. Die Sicherheitskräfte sind nicht in der Lage, hiergegen nachhaltig vorzugehen.Wegen der Gefahr von Piratenangriffen, auch weit vor der somalischen Küste, wird vor Reisen durch diese Gewässer gewarnt. Diese Gefahr besteht auch vor den Küsten angrenzender Länder.Die von der Europäischen Union beschlossene Marineoperation wird bis zu 500 Seemeilen vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer umfassen. Ziel ist die Abschreckung, Verhütung und Bekämpfung von seeräuberischen Handlungen und bewaffneten Raubüberfällen vor der Küste Somalias.

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