Reiseinformationen
Niger zur Gesamtübersicht
Lage
Zentralafrika.
Fläche
1.267.000 qkm.
Bevölkerungszahl
13.272.679 (Schätzung 2008).
Bevölkerungsdichte
10 pro qkm.
Hauptstadt
Niamey. Einwohner: 943.055 (Schätzung 2009).
Sprache
Amtssprache ist Französisch. Umgangssprachen sind u. a. Haussa (65 % der Bevölkerung) und Tamaschagh, ein Tuaregdialekt, sowie Songhai-Dscherma und Fulbe.
Religion
80 % Islam, 20 % Animisten und christliche Minderheiten.
Netzspannung
220 V, 50 Hz.
Regierungschef
Ministerpräsident Seyni Oumarou, seit Juni 2007.
Staatsoberhaupt
Mamadou Tandja, seit 1999.

Allgemeines
Staatsform
Präsidialrepublik seit 1960. Verfassung von 1999. Parlament mit 83 Mitgliedern. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).
Geographie
Niger grenzt im Norden an Libyen und Algerien, im Osten an den Tschad, im Süden an Nigeria und Benin und im Westen an Mali und Burkina Faso. Die Hauptstadt Niamey am nördlichen Ufer des Niger ist schon seit langem ein bedeutendes Handelszentrum an diesem stark befahrenen Wasserweg. Der Fluss schlängelt sich 500 km durch den westlichen Teil des Landes. Im Süden entlang der nigerianischen Grenze befindet sich ein Landstrich mit Trockensavanne, der jedes Jahr durch Überweidung 20 km schmaler wird. Die Ténéré-Wüste nimmt bereits heute über 50% der Fläche Nigers ein. Sie wird von einer flachen Bergkette durchzogen, der Aïr ou Azbine. In den südlichen Ausläufern liegt die Provinzhauptstadt Agadez, mitten in der Halbwüste, umgeben von grünen Tälern und heißen Quellen. Die östlich der Bergkette gelegene Geröllwüste verwandelt sich in der Regenzeit in Weideland. Der Norden und Westen bestehen überwiegend aus großen Sandflächen. Am Tschad-See im Südosten wird Ackerbau betrieben.
Ortszeit
MEZ. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Niger. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter 0 Std. und im Sommer -1 Std.
Kontaktadressen
Centre Nigerien de Promotion du Tourisme
Avenue du Président H. Luebke, BP 612, NE-NiameyTel: 73 24 47.
Ministère du Tourisme et d'Artisanat
BP 480, NE-NiameyTel: 73 65 22.
Botschaft der Republik Niger
Dürenstraße 9, D-53173 Bonn Tel: (0228) 350 27 82. Mo-Do 09.00-12.30 und 13.30-15.30 Uhr, Fr 09.00-14.00 UhrHonorarkonsulate mit Visumerteilung in Eckernförde bei Kiel (Tel: (04351) 61 81), Grünwald bei München (Tel: (089) 649 20 82), Hamburg (Tel: (040) 339 79-116) und Mannheim (Tel: (0621) 87 95 60).
Botschaft der Republik Niger
78 Avenue Franklin Roosevelt, B-1050 BrüsselTel: (+32) (02) 648 61 40. Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr. (auch für Österreich zuständig).
Botschaft der Republik Niger
Rue de Longchamp 154, F-75116 ParisTel: (+33) (01) 45 04 80 60. Internet: www.ambassadeniger.org (auch für die Schweiz zuständig).
Reise- und Sicherheitsinformationen
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt: Stand: 28.01.2009Aktuelle Hinweise- In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe. Ausländer, gerade auch deutsche Staatsangehörige, sind einer deutlich ansteigenden Anschlags- und Entführungsgefahr ausgesetzt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen in entlegene, nicht hinreichend gesicherte Gebiete der Sahara und ihren Randbereichen dringend ab. Die länderspezifischen Sicherheitshinweise sollten sorgfältig beachtet werden.- Das Auswärtige Amt geht Hinweisen nach, wonach am 22. Januar 2009 möglicherweise mehrere Europäer in der Grenzregion Mali – Niger verschleppt worden sind.Landesspezifische SicherheitshinweiseAnfang Dezember 2007 und im Januar 2008 explodierten Minen auf innerstädtischen Straßen in Maradi, Tahoua und Niamey. Dabei kamen drei Menschen ums Leben. Je eine nicht detonierte Mine wurde in Dosso und Zinder sichergestellt. Bisher sind die Urheber wie auch das Ziel der Anschläge nicht bekannt. Unter diesen Umständen können keine Angaben über unsichere oder sichere Stadtviertel gemacht werden. Ein Risiko, zufällig Opfer zu werden, besteht - es handelt sich aber bisher um isolierte Ereignisse.Reisen über LandDie Straßen im gesamten Land sind in überwiegend schlechtem Zustand. Gut ausgebaute Streckenabschnitte gehen ohne Vorwarnung in Strecken mit tiefen Schlaglöchern oder Pisten über. Riskante Fahrweise, freilaufende Tiere und Fahrzeuge in schlechtem technischen Zustand können zusätzlich für Gefahr sorgen.Die Verbindungsstrecke Niamey-Agadez ist in weiten Teilen in einem besonders schlechten Zustand, es kommt regelmäßig zu schweren Unfällen.Es wird ausdrücklich davon abgeraten, außerhalb von Städten Fahrten in der Dunkelheit durchzuführen. Je nach Jahreszeit beginnt die Dunkelheit bereits um 18.00 Uhr und setzt sehr schnell ohne lange Dämmerungszeiten ein.Nord-/Ostregionen des NigerWegen vermehrter bewaffneter Zusammenstöße zwischen nigrischen Sicherheitskräften und gut bewaffneten Rebellen wird von Reisen in die Stadt Agadez und das nördlich davon gelegene Aïr-Gebirge dringend abgeraten.Im Aïr-Gebirge besteht Minengefahr, die Verlegung der Minen erfolgte ohne Kennzeichnung. In den letzten Wochen kam es im und um das Aïr herum auch zu Autodiebstählen unter Androhung von Waffengewalt.Ab dem 24. August 2007 wurde in der ganzen Region Agadez der „Etat de mise en garde“ angeordnet, diese Maßnahme wurde erneut um weitere drei Monate bis 22. Februar 2009 verlängert.Es wird darauf hingewiesen, dass den nigrischen Sicherheitskräften (Militär, Gendarmerie, FNIS, Polizei) erweiterte Befugnisse erteilt sind (vermehrte Personen- und Fahrzeugkontrollen, Registrierungen, Festnahmen, besonderes Fotographierverbot, Ausgangssperre usw.). Den Anweisungen der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten, um Überreaktionen zu vermeiden.Auf den Verbindungsstraßen zwischen Tahoua und Agadez bzw. zwischen Arlit und Agadez kam es im November 2007 zu Minenexplosionen. Von der Nutzung der Transitstrecke Assamaka (algerische Grenze) – Arlit – Agadez - Tahoua sollte deshalb unter den gegenwärtigen Bedingungen Abstand genommen werden. Auf dieser Strecke und auch auf der Verbindungsstraße Agadez-Zinder sind keine Individualfahrten mehr erlaubt, es herrscht Zwang zur Fahrt im Konvoi, der vom Militär begleitet wird.In der unübersichtlichen Region der nigrischen Sahara (Grenzgebiet Mali-Niger-Algerien; Ténéré-Gebiet im Osten/Grenze Tschad) kann für Bürger westlicher Staaten das Risiko von Entführungen und Erpressungen nicht ausgeschlossen werden. Hierzu gehört auch die nordöstliche Grenzregion zu Libyen sowie der Grenzbereich im Osten zum Tschad. Nach verlässlichen Informationen hat sich auch im November 2008 die Sicherheitslage keineswegs verbessert.Es besteht zudem Minengefahr in einigen Teilen des Djado-Gebirges (im äußersten Nordosten des Niger). Die betroffenen Zonen sind ortskundigen Führern und dem nigrischen Militär bekannt und müssen weiträumig umfahren werden.Die Routen "Djanet - Chirfa" zwischen Algerien und Nordost-Niger sowie die Route "Salvador - Dirkou" zwischen Libyen und Niger dürfen nur mit vorab erteilter spezieller Genehmigung des nigrischen Tourismusministeriums befahren werden, sie sind als Alternative – um z.B. das Aïr-Gebirge weitläufig zu umfahren - nicht geeignet.Südwestliche Regionen des NigerUnvermeidbare Fahrten auf dem Landweg zwischen Niamey und Ouagadougou sollten - angesichts der Möglichkeit bewaffneter Überfälle - nur mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Auf die aktuellen Hinweise für Burkina Faso wird in diesem Zusammenhang hingewiesen.Bei Besichtigungen im National-Park W (nigrischer Teil) ist die Begleitung durch einen ortskundigen Führer obligatorisch. Für Reisen vom nigrischen in den beninischen Teil des W-Parks und von dort ggf. weiter in den Pendjari-Nationalpark sollte explizit um einen internationalen Führer gebeten werden.
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